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Der liebe Gott hat den Menschen zwei Ohren und eine Zunge gegeben – und in diesen Proportionen sollten wir sie auch nutzen.

(Cicely Saunders)

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Rechte von Sterbenden

Die „Rechte eines Sterbenden“ wurden in Michigan, USA, anlässlich eines nationalen Seminars zum Thema „Sterbende Menschen und Helfende Menschen“ mit A. Barbus, einer Professorin für Pflege, an der Wayne Universität in Detroit Michigan erarbeitet. Diese Rechte beschreiben auf eine sehr unmittelbare Art die Leitsätze der internationalen Hospizbewegung. Sie sollten in ihrer Aussage das solide Fundament jeder Einrichtung für sterbende Menschen, unabhängig ihrer Diagnose bilden.
„Die Rechte eines Sterbenden wurden von Silvia Fiscalini, Pflegefachfrau und Hospizexpertin (Aptos; USA) aus dem Englischen übersetzt.

Die Rechte eines Sterbenden

Ich habe das Recht, als lebendes menschliches Wesen behandelt zu werden bis zu meinem Tod.

Ich habe das Recht, mir mein Gefühl der Hoffnung zu bewahren.

Ich habe das Recht, von Menschen betreut zu werden, die sich auch ein Gefühl der Hoffnung bewahren können.

Ich habe das Recht, meine Gefühle und Gedanken über meinen Tod auf meine Art auszudrücken.

Ich habe das Recht, an den Entscheidungen über meine Pflege und medizinischen Notwendigkeiten teilzunehmen.

Ich habe das Recht, kontinuierliche medizinische und pflegerische Betreuung und Aufmerksamkeit zu erhalten, auch wenn das Ziel nicht mehr Heilung, sondern Linderung und Wohlbefinden ist.

Ich habe das Recht, nicht alleine sein zu müssen, wenn ich sterbe.

Ich habe das Recht auf eine gute Schmerztherapie.

Ich habe das Recht darauf, dass meine Fragen ernst genommen und ehrlich beantwortet erden.

Ich habe das Recht, nicht getäuscht zu werden.

Ich habe das Recht, in Würde und einer freundlichen Umgebung zu sterben.

Ich habe das Recht, meine Individualität zu bewahren und nicht für meine persönlichen Entscheidungen verurteilt zu werden – welche vielleicht nicht der Meinung meiner Umgebung entsprechen.

Ich habe das Recht, meine religiösen und spirituellen Erfahrungen zu besprechen und meine spirituellen Bedürfnisse zu erfüllen – auch wenn sie nicht von meiner Umgebung geteilt werden.

Ich habe das Recht, dass mit meinem Körper selbst nach meinem Tod respektvoll umgegangen wird.

Ich habe das Recht, von empfindsamen, wohlwollenden und kompetenten Menschen betreut zu werden. Menschen, welche sich bemühen, meine Bedürfnisse zu verstehen und mich unterstützen meinem Tod zu begegnen – weil auch ihnen diese Unterstützung „am Herzen liegt“.

Ich habe das Recht, dass nicht nur mir, sondern auch meinem Partner/meiner Partnerin und meinen Angehörigen/Bezugspersonen beim Akzeptieren meines Sterbens geholfen wird.

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